Über die Serie BUTTERFLY MØMENT
Okay, kleine Geschichte. Der Butterfly-Effekt war für mich lange nur ein schlauer Satz aus der Physik.Dann kam dieser Film von 2004.Und bam – plötzlich war das kein theoretisches Konzept mehr, sondern ein Schlag in die Magengrube. Seitdem lässt mich dieser…
Okay, kleine Geschichte.
Der Butterfly-Effekt war für mich lange nur ein schlauer Satz aus der Physik.
Dann kam dieser Film von 2004.
Und bam – plötzlich war das kein theoretisches Konzept mehr, sondern ein Schlag in die Magengrube.
Seitdem lässt mich dieser Gedanke nicht los:
Dass unser Leben nicht an großen Entscheidungen kippt,
sondern an scheinbar banalen Momenten.
Ein Gespräch, das man führt – oder eben nicht.
Eine Nachricht, die man abschickt – oder löscht.
Ein Schritt nach links statt nach rechts.
Diese Bilder sind genau solche Reminder.
Keine epischen Enden, keine großen Gesten.
Nur dieser eine Punkt, an dem sich Zeit verzweigt.
Anime ist dafür der perfekte Träger.
Weil Emotionen dort sichtbar werden dürfen.
Weil innere Zustände nach außen brechen können – in Farbe, Form, Symbolen.
BUTTERFLY MØMENT ist mein Versuch, diese Sekunden festzuhalten.
Nicht um sie zu erklären.
Sondern um sie spürbar zu machen.
Und vielleicht – ganz leise – beim Ausmalen zu merken:
„Ah. Genau so ein Moment ist das gerade.“
Warum kleine Momente uns nicht loslassen – und was diese Bilder mit uns machen
Es gibt Bilder, die schaut man an.
Und es gibt Bilder, die bleiben.
BUTTERFLY MØMENT gehört bewusst zur zweiten Kategorie.
Die Faszination: Sekunden statt Entscheidungen
Die meisten Geschichten – Filme, Bücher, Games – erzählen von großen Wendepunkten.
Der eine mutige Schritt.
Die eine klare Entscheidung.
Der dramatische Bruch.
Aber unser echtes Leben funktioniert anders.
Die wirklich entscheidenden Momente sind oft winzig:
- ein Zögern
- ein inneres „eigentlich…“
- ein Gedanke, der nur kurz auftaucht und dann wieder verschwindet
Der Butterfly-Effekt war dafür die Initialzündung.
Nicht als wissenschaftliche Theorie, sondern als Gefühl:
Was wäre, wenn dieser eine Moment anders gelaufen wäre?
Der Film von 2004 war damals ein ziemlicher Mindblow – nicht wegen Zeitreisen, sondern wegen dieser Erkenntnis:
👉 Zeit verzweigt sich nicht laut. Sie kippt leise.
Was an den Bildern so zieht
Wenn man sich die Motive von BUTTERFLY MØMENT anschaut, passiert etwas Merkwürdiges:
Sie sind oft ruhig.
Keine Action.
Keine offensichtliche Story.
Und genau das ist der Punkt.
1. Fragmentierte Flächen = fragmentierte Gedanken
Die Motive bestehen aus vielen kleinen Flächen, Brüchen, klaren Linien.
Unser Gehirn liebt eigentlich glatte Formen – es will vereinfachen, abrunden, „fertig machen“.
Hier geht das nicht sofort.
👉 Die Psyche bleibt kurz hängen.
👉 Das Bild fordert Aufmerksamkeit, ohne laut zu sein.
Das erzeugt einen Zustand zwischen Fokus und Nachdenken – ähnlich wie Tagträumen.
2. Anime-Gesichter als emotionale Projektionsfläche
Anime ist kein Zufall als Stil.
Anime-Gesichter sind oft:
- reduziert
- offen
- nicht eindeutig lesbar
Genau deshalb funktionieren sie psychologisch so gut.
Unser Gehirn füllt Lücken automatisch mit eigenen Emotionen.
Ein neutraler Blick kann sein:
- Müdigkeit
- Hoffnung
- Melancholie
- Ruhe vor einer Entscheidung
👉 Das Bild erzählt nicht, was passiert.
👉 Du entscheidest innerlich, was es bedeutet.
3. Der Schmetterling als stiller Trigger

Der Schmetterling taucht immer wieder auf.
Nicht als Deko, sondern als Symbol.
Er ist klein.
Leicht.
Fast nebensächlich.
Und genau deshalb wirkt er.
Psychologisch funktioniert das wie ein Anker:
Ein kleines, wiederkehrendes Element, das das Unterbewusstsein mit Bedeutung auflädt.
Mit der Zeit steht der Schmetterling nicht mehr für „Insekt“, sondern für:
- Auslöser
- Übergang
- Punkt ohne Zurück
🦋 Ein visueller Reminder: Hier hätte alles anders laufen können.
Malen mit Zahlen – warum das mehr ist als Beschäftigung
Auf den ersten Blick wirkt Malen mit Zahlen geführt.
Fast mechanisch.
Aber genau diese Struktur hat eine Wirkung:
- Der Verstand bekommt Sicherheit („Ich weiß, was ich tun soll“)
- Der innere Druck sinkt
- Gedanken dürfen nebenbei wandern
Während die Hand Flächen füllt, passiert innerlich etwas anderes:
Reflexion ohne Zwang.
Viele berichten bei solchen Tätigkeiten von:
- leichter Nostalgie
- innerem Sortieren
- plötzlichen Erinnerungen
BUTTERFLY MØMENT nutzt das bewusst.
Die Bilder lassen Raum, während du sie füllst.
Wirkung auf die Psyche – leise, aber nachhaltig
Diese Bilder wollen nichts von dir.
Und genau deshalb wirken sie.
- Sie triggern keine Leistung
- sie fordern keine Interpretation
- sie geben keine Lösung vor
Stattdessen entsteht ein Zustand von:
„Ich darf kurz hier sein.“
Und manchmal reicht das, um einen eigenen Butterfly Moment zu bemerken.
Warum dieses Projekt existiert
BUTTERFLY MØMENT ist kein abgeschlossenes Narrativ.
Es ist eine Sammlung von Zuständen.
Momente, in denen Zeit kurz innehält.
Oder zumindest so wirkt.
Wenn beim Ausmalen irgendwann der Gedanke auftaucht:
„Stimmt… so ein Moment ist das gerade.“
Dann hat das Bild seinen Job gemacht.
Weiter geht’s. 🦋
Behind the KI: Wie BUTTERFLY MØMENT wirklich entstanden ist
BUTTERFLY MØMENT sieht nach außen vielleicht geschlossen aus.
War es am Anfang aber überhaupt nicht.
Der Prozess war kein „Ich habe die Idee und setze sie um“,
sondern eher ein langsames Abtasten:
Was funktioniert? Was trägt? Was fühlt sich ehrlich an?
Ganz nüchtern angefangen:
„Meine aktuellen Schmetterlingsbilder sind beliebt –
lass uns etwas Momentales mit Schmetterlingssymbolik machen.“
Hier der Pin zum Zeitpunkt 02.02.2026 mit 7,28 Tsd.Impressions, 387 Klicks auf Pins 59, „Merken“-Vorgängen.
Not bad.
Mehr war da erstmal nicht.
Der Schmetterling als Motiv war da,
aber allein war er zu dünn.
Zu hübsch.
Zu dekorativ.
Also ging das Denken los.
Phase 1: Mythos
Der erste Schritt war bewusst mythisch.
Große Bilder.
Kosmisch.
Symbolisch aufgeladen.
Schmetterlinge als Auslöser von Welten, Zeit, Schicksal.
Visuell stark – aber emotional noch zu weit weg.
Zu groß.
Zu abstrakt.
A vast cosmic scene unfolds where a luminous butterfly made of stardust flaps its wings at the edge of a nebula and with each gentle motion ripples of glowing energy spread across galaxies subtly shifting stars bending light and altering the destiny of distant worlds in a mythic awe-inspiring universe.
Phase 2: Surrealer werden
Also ein Schritt weiter:
Surreal.
Mehr Brüche.
Mehr Traumlogik.
Weniger Erklärung.
Das funktionierte besser –
aber immer noch fehlte etwas Menschliches.
Der Butterfly-Effekt passiert nicht im Kosmos.
Er passiert in uns.
Phase 3: Anime reinnehmen
Anime war der Wendepunkt.
Nicht wegen „Style“,
sondern wegen Funktion.
Anime-Gesichter sind perfekte Projektionsflächen.
Sie erklären nichts – sie lassen zu.
Mit Anime kam plötzlich:
- Nähe
- Emotion
- Identifikation
Aber:
Der Schmetterling allein reichte immer noch nicht.
Phase 4: Vergänglichkeit & Zeit
Also kam die nächste Schicht dazu:
- Dinge, die kommen und gehen
- Zustände statt Handlungen
- Szenen von Stillstand
- das Gefühl, in der Zeit gefangen zu sein
Nicht Drama.
Nicht Story.
Sondern dieser Zwischenraum,
in dem man merkt: Jetzt gerade passiert etwas – auch wenn man nichts tut.
Ab da wurde aus Motiven langsam ein Konzept.
Phase 5: Variationen zulassen
Erst danach kamen bewusst weitere Motive dazu:
nicht als Ablenkung, sondern als Erweiterung.
- Pop Art → Alltag & urbane Momente
- Samurai → Disziplin, Entscheidung, Haltung
- Natur → Vergänglichkeit ohne menschliches Drama
Nicht alles muss gleich aussehen.
Aber alles muss sich gleich anfühlen.
Technisch: Wie die KI eingebunden war
Ganz wichtig:
Die KI hatte nie die Führung.
Adobe Firefly
Adobe Firefly war der perfekte Einstiegspunkt:
- extrem stark bei Anime
- viele brauchbare Motiv-Vorlagen
- saubere, stabile Ergebnisse
Firefly lieferte Material, nicht das Finale.
„Transform“ – der eigentliche Kern
Danach ging es in das, was ich intern Transform nenne:
- Basisbilder → img2img
- verschiedene Stable-Diffusion-Modelle
- gezielte Stilverschiebungen
- Reduktion, Brüche, Neuinterpretation
Die Prompts selbst wurden:
- mehrfach umgebaut
- direkt durch Modelle gejagt
- nicht nur beschrieben, sondern getestet
Was nicht trägt, fliegt raus.
Ohne Diskussion.
Illusionist – fast immer der Gewinner
Ein Model hat sich (wieder mal) durchgesetzt: Illusionist.
- stark bei Atmosphäre
- sehr gute Symbolik
- manchmal… leicht over the top

Heißt:
Man muss bremsen.
Reduzieren.
Wegnehmen.
Mehr ist fast nie besser.
Human in the Loop – wirklich so gemeint
Die KI hat Vorschläge gemacht.
Viele.
(300 firefly, 268 img2img, 244 neue aus SD, 204 pony mit nsfw .. ups)
Aber:
- Auswahl
- Reduktion
- Entscheidung
- Kontext
…war immer menschlich.
BUTTERFLY MØMENT ist kein KI-Produkt.
Es ist ein kuratierter Prozess,
bei dem KI ein Werkzeug war – kein Autor.
🦋 Warum das wichtig ist
Weil genau das auch das Thema ist.
Der Butterfly-Effekt entsteht nicht durch große Maschinen.
Sondern durch kleine, bewusste Eingriffe.
Ein Prompt.
Eine Entscheidung.
Ein Bild, das man nicht weiterverfolgt.
Und manchmal reicht genau das,
damit sich alles ein kleines Stück anders entwickelt.



